By Joachim Scheiner

Die Verkehrsnachfrage privater Haushalte hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Dies gilt gleichermaßen für die deepest Motorisierung und die Verkehrsmittelnutzung wie für die zurückgelegten Wegelängen, die Aktionsräume und Zeitstrukturen. Einerseits haben räumliche Entwicklungen zu diesen Veränderungen beigetragen, etwa die Suburbanisierung und regionale Dekonzentration von Haushalten und Unternehmen. Andererseits ist der soziale Wandel in vielerlei Hinsicht eng mit der Verkehrsentwicklung verknüpft. Das Buch untersucht Verkehr und Wohnstandortwahl im Kontext von Lebenslagen, Lebensstilen und residenzieller Selbstselektion. Dabei stehen sowohl traits der letzten Jahrzehnte als auch gegenwartsbezogene Analysen im Mittelpunkt.

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Allgemein lassen sich solche Ereignisse und Erfahrungen als biografische Prozesse bezeichnen. Des Weiteren ist zu beachten, dass die Pkw-Anschaffung bzw. Abschaffung von mir nicht als Einflussgröße, sondern als Bestandteil der Mobilitätsbiografie betrachtet wird, weil sie bereits eine Vorentscheidung darstellt, die als eine Art ‘Selbstverpflichtung’ bezüglich der Verkehrsmittelnutzung angesehen werden kann (Simma/Axhausen 2001a). Sowohl Pkw-An- und Abschaffung als auch Führerscheinerwerb werden deshalb hier nicht als Schlüsselereignisse außerhalb der Mobilitätsbiografie behandelt.

Dazu ein Beispiel: Die Länge des Arbeitsweges hängt (probabilistisch) zum einen davon ab, wie viele Arbeitsplätze in einem gegebenen Radius um die Wohnung erreichbar sind (= raumstrukturelles Merkmal). Gleichzeitig hängt sie aber auch davon ab, wie wichtig einer Person die Nähe zum Arbeitsplatz ist (= individuelle Standortpräferenz). Auch in Gebieten mit geringer Arbeitsplatzdichte kann der Arbeitsweg kurz sein, wenn dem Beschäftigten die Nähe zum Arbeitsplatz wichtig ist 37 3. und er ggf. einen Umzug zum Arbeitsplatz auf sich nimmt oder nur einen begrenzten Suchradius für einen Arbeitsplatz akzeptiert.

Im zweiten Fall wären die räumlichen Unterschiede im Verkehr auf selektive Zu- und Wegzüge bzw. selektives Verbleiben von Bevölkerungsgruppen zurückführbar, also auf das Handeln von Individuen bzw. Haushalten. Damit steckt hinter dieser Debatte im Grunde eine Spielart der alten soziologischen Debatte um ‘Struktur oder Handeln’ (Giddens 1988). Als methodische Ansätze, um Selbstselektion zu messen und vom Raumeinfluss abzugrenzen werden im Wesentlichen drei Ansätze verfolgt. 1. 2. In einigen Studien wird mit Panel- oder Quasi-Panel-Daten die Verkehrsnachfrage von Personen vor und nach einer Wohnstandortverlagerung verglichen (Meurs/Haaijer 2001, Krizek 2003, Handy/Cao/Mokhtarian 2005, Cao/Mokhtarian/Handy 2007a, 2007b).

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