By Florian Kühn

Beunruhigende Nachrichten aus Afghanistan erreichen uns quickly jeden Tag: Unruhen, Selbstmordattentate und die Ausweitung der militärischen Kämpfe weisen darauf hin, dass der vom Westen betriebene staatliche Aufbau mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Vor diesem Hintergrund untersucht dieses Buch die grundlegenden und handlungsleitenden Konzepte von Sicherheit und Entwicklung und vertritt die those, dass im Kern das liberale Denken und die daraus resultierende Weltpolitik für die konzeptionelle Schwächen des westlichen Statebuilding-Ansatzes und damit für die Diskrepanz von Zielen und Ergebnissen des westlichen Engagements in Afghanistan verantwortlich sind.

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So können die internen Prozesse der Interventengruppe mit der gesellschaftlichen Formierung in Afghanistan in ein Verhältnis gesetzt werden. Viele dafür relevante Informationen, wie auch ökonomische, politische und historische Beobachtungen, kommen aus der Auswertung der vor 2001 spärlichen, nach 2001 weitläufigeren Literatur zu Afghanistan. Dabei werden Arbeiten aus vielerlei Disziplinen, etwa der Geographie (C. Schetter 2003, 2004) oder der Anthropologie/Ethnologie (L. Dupree 1997; A. Olesen 1995) einbezogen.

Kant) verläuft dort, wo eine Dekonstruktion gedanklicher Modelle dazu führt, dass man am Ende mit leeren Händen dasteht. Ein Beispiel dafür sind die PostDevelopmentalisten, die in ihrer (berechtigten) Kritik an Vorstellungen von Entwicklung letztlich ohne einen Begriff davon dastehen, was Entwicklung sein könnte. Demgegenüber versteht sich die kritische Herangehensweise als emanzipatorisches Projekt und durchaus einer aufklärerischem Denken innewohnenden Idee des Fortschritts, also der Verbesserungsfähigkeit sozialer Interaktion verpflichtet.

Wendt 1999: 135-136). Dabei hätten sie mit der Verknüpfung zwischen Staat und Gesellschaften eine Kategorie, beispielsweise substaatliche Kriege mitzuerfassen. Denn eine „strong preference for the issue at stake can compensate for a deficiency in capabilities“ (Morrow 1988 in A. Moravcsik 1997: 524), was beispielsweise Konflikte mit substaatlichen Akteuren analytisch einzubeziehen erlaubte. So klammern sie die Sicherheitsfunktion unterhalb der Staatenebene systematisch aus: Die Kooperationsgewinne, die sich primär auf der Ebene der (staatlichen) Gesellschaften manifestieren (zum Beispiel in ihrer Rückwirkung auf die Stabilität von Staaten), bleiben trotzdem auf die Staatenwelt als ‚oberste‘ Ebene ausgerichtet.

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