By Wilson Cardozo

Angesichts der langen kubanisch-amerikanischen Geschichte und vor dem Hintergrund der großen Asymmetrie zwischen den united states und Kuba stellt sich die Frage, ob die kubanischen Interessengruppen in den Vereinigten Staaten Einfluss auf außenpolitische Entscheidungen haben können. Diese Studie zeigt, wie sich cubano-amerikanische Gruppen in den politischen Prozess der united states einbinden, um ihre Interessen zu denen der gesamten amerikanischen Außenpolitik werden zu lassen und um auf den gegenwärtigen politischen Präferenzbildungsprozess der united states einzuwirken. Der Autor zeigt auf, in welcher Weise sich kollektive Interessen historisch ausgebildet haben, wie sie in den politischen Prozess eingebracht werden und welchem Wandel sie unterliegen können.

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Der ewige Kalte Krieg: Kubanische Interessengruppen und die US-Außenpolitik

Angesichts der langen kubanisch-amerikanischen Geschichte und vor dem Hintergrund der großen Asymmetrie zwischen den united states und Kuba stellt sich die Frage, ob die kubanischen Interessengruppen in den Vereinigten Staaten Einfluss auf außenpolitische Entscheidungen haben können. Diese Studie zeigt, wie sich cubano-amerikanische Gruppen in den politischen Prozess der united states einbinden, um ihre Interessen zu denen der gesamten amerikanischen Außenpolitik werden zu lassen und um auf den gegenwärtigen politischen Präferenzbildungsprozess der united states einzuwirken.

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Diese Daten sind von Relevanz, um die kubanischen Immigrationsgruppen, die eine Opposition gegen die Castro-Regierung darstellen, zu charakterisieren und den Grad ihrer Integration in die US-amerikanischen Strukturen zu messen. Meiner Ansicht nach kann diese Analyse nur im Kontext des Migrationsprozesses und der angewandten Politik beider Länder zur Regulierung des Phänomens angegangen werden. Um die Haltung der Cubano-Americanos76 zu den Beziehungen zwischen beiden Ländern und ihre Vorstellungen über einen politischen Übergang auf Kuba verstehen zu können, werden in meiner Untersuchung die erhobenen Daten des Institute Der Mariel ist ein Hafen im Nordosten Kubas, über den tausende von Kubanern Ende April 1980 die Insel verließen.

Die spanische Herrschaft auf dem amerikanischen Kontinent begann in Kuba und endete dort auch mit der Unabhängigkeit der Insel im Jahr 1898. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war die Kolonisierung der Landflächen zum größten Teil abgeschlossen. Dies bedeutete, dass es in den fruchtbaren Regionen kein Land mehr zu besetzen gab. 94 Auch wenn in der ersten Etappe der Eroberung Kubas, die bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts andauerte, die indianische Bevölkerung nahezu ausgerottet95 und auch das Goldvorkommen ausgebeutet war,96 blieb Havanna auf Grund seiner privilegierten Position für die Eroberer eine unumgängliche Station für den Schiffsverkehr zwischen Spanien und dem südamerikanischen Kontinent.

3-10; siehe auch den Beitrag von HOFFMANN 1999: S. 35-40. Siehe dazu CARDOZO 2001: S. 105-109. 32 I Methodologie und Operationalisierung innergesellschaftlicher Kräfte. Je niedriger der PD ausfällt, desto größer werden die Chancen einer ÖE. Der innergesellschaftliche Druck, der sich auf Kuba in Zeiten politischer Konfrontation aufbaut, findet in der Minderung externer Druckmaßnahmen eine interne politische Entspannung. Dieses Spannungsfeld wird hier als eine prägende und anhaltende Eigenschaft der bilateralen Beziehungen verstanden, innerhalb dessen die transnationalen Akteure ihre Interessen durchzusetzen versuchen.

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