By Rainer Tetzlaff

Das Lehrbuch vermittelt fundierte Kenntnisse über die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Staaten Afrikas. was once sind die internen, externen und strukturellen Ursachen der Marginalisierung des Kontinents und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Zu Beginn des 21. Jahrhunderts besteht kaum Zweifel daran, dass Afrika überwiegend auf der Verliererseite der Globalisierung steht, weil die Wettbewerbsfähigkeit afrikanischer Gesellschaften, Staaten und Volkswirtschaften gegenwärtig und auf absehbare Zeit als gering anzusehen ist. Wie ist es dazu gekommen und muss das so bleiben? Ausgehend von einer Einführung in die geschichtlichen und geographischen Grundlagen von Entwicklung und Unterentwicklung des kolonialen und postkolonialen Afrikas analysiert das Lehrbuch mittels einer Kombination aus begrifflich-theoretischer Reflexion, multidisziplinärem Zugriff und anhand von Länderbeispielen Fragen nach Demokratie und Diktatur, kultureller Identität, wirtschaftlichen Hemmnissen, ethnischen Konflikten und geeigneten Herrschaftsformen. Ziel ist es, den weit verbreiteten Klischees und Vorurteilen über den Kontinent die konkrete Vielfalt der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erscheinungen und Entwicklungen entgegen zu setzen und Erklärungsversuche zu liefern.

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Jahrhunderts anführen (im Falle Algeriens schon seit 1830): Das Gemeinsame bestand in der Kategorisierung des Afrikaners als Mensch zweiter Klasse in einer manichäischen Welt, die Franz Fanon (1924 in Martinique geboren, 1961 als Arzt und Leiter einer psychatrischen Klinik in Algerien gestorben) in seiner berühmten Anklageschrift gegen den Kolonialismus und für die gewaltsame Dekolonisation "Die Verdammten dieser Erde" wie folgt charakterisiert hat: "Gegenüber der kolonialen Ordnung befindet sich der Kolonisierte in einem Zustand permanenter Spannung.

Der "Orient" - den es als eine solche kulturelle oder politische Einheit nie gegeben hat - wurde von den Europäern "orientalisiert", nicht nur, "weil er in all jenen Aspekten als ,orientalisch' entdeckt wurde, die allgemein von einem durchschnittlichen Europäer des 19. h. einem , Orientalisch sein , unterzogen wurde" (Said 1981: 13; Herv. ). Was Said von der "orientalischen" Welt sagt, gilt im Prinzip auch für die "afrikanische Welt" von der "Hochkultur" der Ägypter bis zu den "Buschmännern" im Süden, weil dieselben Expansionsinteressen und waffentechnisch abgestützten Hegemonialbeziehungen vorhanden waren.

Afrika und der entwicklungspolitische Diskurs" gegen den generellen Afropessimismus zu Felde gezogen: "Nach dem Studium der relevanten Afrikaliteratur in den USA, England, Deutschland, Frankreich und afrikanischen Ländern halten wir es deshalb für notwendig, sich verstärkt mit den sehr vereinfachenden Ansätzen auseinanderzusetzen. Häufig wird von dem Kontinent in toto gesprochen. Als ob es kaum Entwicklungsunterschiede zwischen und in Djibouti, Angola, Burkina Faso und Kamerun gäbe [... ] Ein Mythos vom unfähigen Kontinent hat sich in fast allen Globaluntersuchungen Afrikas eingeschlichen.

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